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Auch wer lange im Ausland ist muss TV-Gebühren zahlen

Das Schweizer Staatsfernsehen mutiert immer mehr zur Zwangsabgabe. So langsam wäre es an der Zeit, mit zivilem Ungehorsam die SRG zum sparen und einem vernüftigen Program zu zwingen. Ist es nicht merkwürdig, dass unser staatliches Fernsehen Werbung ausstrahlen darf und dennoch über Gebühren (Achtung: Doppelsinn!) finanziert werden muss? Es gibt zahlreiche Privatsender, die sich nur durch Werbung finanzieren - aber dann müsste ja man ein Program machen, das sich die Menschen auch tatsächlich anschauen wollen. Es braucht die SRG ganz einfach nicht. Die Idee, das der Staat Rundfunk und Fernsehen machen muss, stammt aus einer längst vergangenen Zeit. Auch wer lange im Ausland ist muss TV-Gebühren zahlen (Schweiz, NZZ Online) Dabei komme es noch nicht einmal darauf an, ob das Stromkabel des Geräts eingesteckt sei. Gegen eine persönliche Anwesenheit als Voraussetzung für die Gebührenpflicht spreche im Übrigen auch, dass Programme aufgezeichnet werden könnten. Da bleibt wohl nichts anderes ü...

Technologie-basierte Verbote

In der heutigen 20 minuten Zeitung verwendet der Astra-Sprecher Thomas Rohrbach eine ziemlich unsinnige Analogie: Im Zusammenhang mit angeblich illegalen Radarwarngeräten auf GPS-basis meint er: "Auch Personen, die ein Juweliergeschäft ausgeräumt haben, können sich damit der Verhaftung entziehen." Neben der Tatsache, dass jede Technologie Sonnen- wie auch Schattenseiten hat und damit ein gewisses Potential zum Missbrauch bietet, ist dieser Hinweis ganz einfach nur unzulässig: Können sich solche Personen nicht auch mittels einer legal erhältlichen Strassenkarte auf der Waldwege eingezeichnet sind (d.h. jede 25'000 Karte) der Verhaftung entziehen? Oder mit einem Offroad-Fahrzeug einfach querfeldein fahren? Müssen wir damit nicht auch alle Landeskarten von Swisstopo und alle SUVs verbieten? Dieser verqueren Logik folgend, müssten wir dann nicht noch viel mehr Technologien und auch Medien verbieten? Wie möchte das Astra diese Verbote denn durchsetzen? Heute kann man Pocket-P...

Unsere Zukunft: Verantwortungsvoll, leistungsbereit und mitfühlend

Unsere Jugend ist besser als ihr Ruf! Ich habe es immer gewusst (zugegeben: manchmal auch bloss gehofft) -  doch nun ist es bewiesen: Das Vorurteil von faulen und verrohenden Kinder und Jugendlichen muss laut einer Studie der Uni Zürich korrigiert werden. Mädchen und Knaben in der Schweiz sind in hohem Masse einfühlsam, verantwortungsbewusst und zu Anstrengungen bereit, sagen die Forscher. Quelle: Tagi Das ist natürlich eine Spitze gegen die Bevormunder von links und rechts, welche immer mehr Verbote fordern. Wenn wir unsere Kinder zu verantwortungsvollen Staatsbürgern erziehen möchten, müssen wir ihnen auch Eigenverantwortung mitgeben. Neue Vorschriften und Verbote sind der falsche Weg.

En zweier für de Meyer

Unser geliebter Ringier-Hofmonarch lässt sich mal wieder aus Berlin verlauten : Das ist der neoliberale Traum: Zurück! In die Zeit vor der Französischen Revolution. Vor der Parole «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit». Vor dem modernen, weil der Gesellschaft verpflichteten Bürgertum. Vor allem: vor dem Sozialstaat, der die Arbeitnehmer in die bürgerliche Gesellschaftsordnung integrierte. Lieber Herr Meyer: Liberalismus ist in der Schweiz zeitgleich mit Aufklärung in Kreisen des gegenüber der Aristokratie benachteiligten Bürgertums und Landadels entstanden. Also selber eine Anti-Aristokratische Bewegung. Nein, der neoliberale Traum ist ein Forwärts aus der Bevormundung eines Staates zur Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Und kein Zurück zum Manchester-Liberalismus. Mit demselben Argument könnte man auch die SP des Wunsches nach Rückkehr zum Kommunismus bezichtigen (moment mal, da kommt mir so der eine oder andere Fall in den Sinn). Was mich aber beruhigt: Je schriller der Meyer...

Missbrauch eines Begriffes schadet

Aus der heutigen NZZ: Abnehmendes Verständnis für Tempo 80 im Tessin "Bei der Radarkontrolle vom Donnerstagmorgen erwischte die Polizei die Rekordzahl von 83 Rasern, von denen 66 ausländische Nummernschildern hatten. Einer war mit 134 km/h unterwegs, obwohl bloss 80 km/h erlaubt waren, teilte die Tessiner Polizei am Donnerstag mit. Insgesamt wurden 12 Führerscheine eingezogen." Aha, jetzt ist man also schon ein böser Raser, wenn man sich nicht an willkürliche und unnütze Tempo-Beschränkungen auf Autobahnen hält. Nota bene: Ich bin ein absoluter Befürworter, dass man Raser hart bestraft: fFr rücksichtloses Verhalten ist kein Platz in unserem Strassenverkehr. Aber der Begriff "Raser" wird hier missbraucht, wenn an derselben Stelle unter denselben Bedingungen mal ein Limit von 80km/h und mal eines von 120km/h gilt, macht mich das als Autofahrer noch lange nicht zum Raser. Unsere Medien schaden der Sache, wenn solche Fälle aufgebauscht werden. Weitaus gefährlicher als R...

Produktehaftung und der McDonald's Fall

Interessanter Ansatz, das Zölibat mit Anreizen einer Marktwirtschaft zu Vergleichen. Allerdings ist das Beispiel der Produktehaftung anhand des McDonald's Gerichtfalles falsch: So hat ein Autofahrer in den USA eine Millionenklage gegen McDonald’s gewonnen, weil er sich den Pappbecher Kaffee beim Autofahren zwischen die Beine geklemmt und sich beim Bremsen Verbrennungen geholt hatte. Grund: McDonald’s hatte nicht darauf hingewiesen, dass so etwas passieren könnte. Unter solch absurden Fällen leidet letztlich die Allgemeinheit, indem sich die Produkte verteuern, weil sie mit kiloschweren Gebrauchsanweisungen verkauft werden. Diese weisen nämlich auf alle nur erdenklichen Gefahren des Produktes hin, um eine mögliche Haftung auszuschliessen. Profiteure sind einzig die Anwälte, für welche die Produkthaftung eine willkommene Wirtschaftsförderung ist. Dieser inzwischen berühmte Fall hat sich etwas anders zugetragen als von Gegnern der äusserst effektiven amerikanischen Produktehaftung so...

NZZ RSS Feed

Endlich hat die gute alte Tante NZZ einen RSS Newsfeed : "http://www.nzz.ch/rss/index.xml". Bin grade am testen... im Feed scheint noch kein Artikel drin zu sein. Bin gespannt ob es ein Full-Text Feed (= brauchbar) oder bloss ein Partial Feed (= unbrauchbar) ist.