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Showing posts with the label Markt

Wenn Markt funktioniert

Nur eine knappe Woche nach dem Fall eines der letzten grossen Kartelle in der Schweiz bricht ein "Preiskampf" aus. Bestseller werden bis zu 30% billiger angeboten als bisher. Der Beweis, das durchaus Luft in den Preisen drin war. Interessant folgende Aussage: Klar sei jedoch, dass bei einzelnen Bestellungen, etwa aus dem Ausland, die Preise heraufgesetzt würden. Hier habe die Buchhandlung bisher oft draufzahlen müssen. «Nun müssen wir überall kaufmännisch rechnen», sagt Wyss. Das bedeutet nichts anderes, als dass endlich auch hier ein funtionierender Markt entsteht. Wir haben jahrelang zuviel für Bücher bezahlt. Preiskampf um Bestseller ausgebrochen Und den Markt gibt es doch...

Auch wer lange im Ausland ist muss TV-Gebühren zahlen

Das Schweizer Staatsfernsehen mutiert immer mehr zur Zwangsabgabe. So langsam wäre es an der Zeit, mit zivilem Ungehorsam die SRG zum sparen und einem vernüftigen Program zu zwingen. Ist es nicht merkwürdig, dass unser staatliches Fernsehen Werbung ausstrahlen darf und dennoch über Gebühren (Achtung: Doppelsinn!) finanziert werden muss? Es gibt zahlreiche Privatsender, die sich nur durch Werbung finanzieren - aber dann müsste ja man ein Program machen, das sich die Menschen auch tatsächlich anschauen wollen. Es braucht die SRG ganz einfach nicht. Die Idee, das der Staat Rundfunk und Fernsehen machen muss, stammt aus einer längst vergangenen Zeit. Auch wer lange im Ausland ist muss TV-Gebühren zahlen (Schweiz, NZZ Online) Dabei komme es noch nicht einmal darauf an, ob das Stromkabel des Geräts eingesteckt sei. Gegen eine persönliche Anwesenheit als Voraussetzung für die Gebührenpflicht spreche im Übrigen auch, dass Programme aufgezeichnet werden könnten. Da bleibt wohl nichts anderes ü...

Steuergerechtigkeits-Initiative hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun

Unsere roten Genossen haben mal wieder einen neuen Klassenfeind ausgemacht: Die Reichen und Besserverdiener sind Schuld! Mit einer Initative Namens «Für faire Steuern. Stopp dem Missbrauch beim Steuerwettbewerb» wollen sie mehr Steuergerechtigkeit schaffen: Danach sollen die steuerbaren Einkommen ab 250'000 Franken mindestens zu 22 Prozent und die steuerbaren Vermögen ab 2 Millionen zu mindestens 5 Promillen besteuert werden. Zweiter Pfeiler der Initiative ist das ausdrückliche Verbot degressiver Tarife nach dem Muster des Kantons Obwalden: Hohe Einkommen und Vermögen sollen nirgends milder besteuert werden als tiefere. Für die Berner Nationalrätin Margret Kiener Nellen sind degressive Steuern «ein Frontalangriff auf die Steuergerechtigkeit und den sozialen Zusammenhalt». Quelle: NZZ Hier müsste man anmerken, das der Kanton Schaffhausen bereits seit 2004 ebenfalls degressiv besteuert: Der erste Kanton, der Privatpersonen degressiv besteuerte, war Schaffhausen. Seit 2004 verlan...

En zweier für de Meyer

Unser geliebter Ringier-Hofmonarch lässt sich mal wieder aus Berlin verlauten : Das ist der neoliberale Traum: Zurück! In die Zeit vor der Französischen Revolution. Vor der Parole «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit». Vor dem modernen, weil der Gesellschaft verpflichteten Bürgertum. Vor allem: vor dem Sozialstaat, der die Arbeitnehmer in die bürgerliche Gesellschaftsordnung integrierte. Lieber Herr Meyer: Liberalismus ist in der Schweiz zeitgleich mit Aufklärung in Kreisen des gegenüber der Aristokratie benachteiligten Bürgertums und Landadels entstanden. Also selber eine Anti-Aristokratische Bewegung. Nein, der neoliberale Traum ist ein Forwärts aus der Bevormundung eines Staates zur Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Und kein Zurück zum Manchester-Liberalismus. Mit demselben Argument könnte man auch die SP des Wunsches nach Rückkehr zum Kommunismus bezichtigen (moment mal, da kommt mir so der eine oder andere Fall in den Sinn). Was mich aber beruhigt: Je schriller der Meyer...

Heute starb ein Idol

Zutiefst betrübt lese ich in der NZZ , dass Milton Friedman heute gestorben ist. Wer nicht wissen sollte, welche Grösse da von uns gegangen ist, sollte sich mal dieses Video ansehen: . Mehr zu Milton Friedman in Wikipedia .

Produktehaftung und der McDonald's Fall

Interessanter Ansatz, das Zölibat mit Anreizen einer Marktwirtschaft zu Vergleichen. Allerdings ist das Beispiel der Produktehaftung anhand des McDonald's Gerichtfalles falsch: So hat ein Autofahrer in den USA eine Millionenklage gegen McDonald’s gewonnen, weil er sich den Pappbecher Kaffee beim Autofahren zwischen die Beine geklemmt und sich beim Bremsen Verbrennungen geholt hatte. Grund: McDonald’s hatte nicht darauf hingewiesen, dass so etwas passieren könnte. Unter solch absurden Fällen leidet letztlich die Allgemeinheit, indem sich die Produkte verteuern, weil sie mit kiloschweren Gebrauchsanweisungen verkauft werden. Diese weisen nämlich auf alle nur erdenklichen Gefahren des Produktes hin, um eine mögliche Haftung auszuschliessen. Profiteure sind einzig die Anwälte, für welche die Produkthaftung eine willkommene Wirtschaftsförderung ist. Dieser inzwischen berühmte Fall hat sich etwas anders zugetragen als von Gegnern der äusserst effektiven amerikanischen Produktehaftung so...