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En zweier für de Meyer

Unser geliebter Ringier-Hofmonarch lässt sich mal wieder aus Berlin verlauten:

Das ist der neoliberale Traum: Zurück! In die Zeit vor der Französischen Revolution. Vor der Parole «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit». Vor dem modernen, weil der Gesellschaft verpflichteten Bürgertum. Vor allem: vor dem Sozialstaat, der die Arbeitnehmer in die bürgerliche Gesellschaftsordnung integrierte.

Lieber Herr Meyer: Liberalismus ist in der Schweiz zeitgleich mit Aufklärung in Kreisen des gegenüber der Aristokratie benachteiligten Bürgertums und Landadels entstanden. Also selber eine Anti-Aristokratische Bewegung.

Nein, der neoliberale Traum ist ein Forwärts aus der Bevormundung eines Staates zur Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Und kein Zurück zum Manchester-Liberalismus. Mit demselben Argument könnte man auch die SP des Wunsches nach Rückkehr zum Kommunismus bezichtigen (moment mal, da kommt mir so der eine oder andere Fall in den Sinn).

Was mich aber beruhigt: Je schriller der Meyer schrei(b)t, desto ungemütlicher muss seine Lage sein. Argumente fehlen gänzlich.

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